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Es ist Kreppelzeit in Meenz – das Original-Rezept

Mit pp oder bb – je auch nach Region als Kreppel, Krapfen, Berliner oder Pfannkuchen bekannt: In Mainz bildet das aus süßem Hefeteig bestehende Siedegäck die solide Grundlage für die Fastnacht. Auch wenn sie in diesem Jahr gefühlt ausfällt. Es gibt sie auch jetzt in jeder Mainzer Bäckerei. ABer so gut die eine oder andere Konditor- oder Bäcker-Kreppel auch sein mag: Eine selbstgebackene Kreppel ist einfach nicht zu vergleichen mit den käuflich zu erstehenden Versionen. Und deswegen werden Kreppel in der närrischen Zeit bei uns nach dem alten Familienrezept unserer Oma Anna des Öfteren gebacken. In der Familie mag man die in heißem Fett ausgebackene Köstlichkeit ganz «klassisch». Will heißen: Entweder mit rote Konfitüre gefüllt oder «nackisch», also ohne Füllung.

Rezept für echte Meenzer Kreppel

In die Mitte von 330 g Mehl 40 g zerbröckelte Hefe geben. Mit 1 TL Zucker, 1/8 Liter lauwarmer Milch und etwas Mehl zum Vorteig verrühren. Schüssel abdecken.
15 Min. an einem warmen Ort gehen lassen.

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Am besten nehmt ihr zum ausstechen ein Wasserglas. Foto © Best-of-Mainz.com

50 g Zucker, 1 Pkg. Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 Eier, 1 Eigelb und 100 g weiche Butter zum Vorteig geben, alles zu glatten Teig verkneten. 170 g Mehl einarbeiten, bis der Teig weich und zart, aber trocken ist. Wieder gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Erneut durchkneten und auf bemehlter Platte ca. ½ cm dick ausrollen. Mit Wasserglas Kreppel ausstechen und auf mit Mehl bestäubte Fläche legen. Mit Tuch abdecken und an warmen Ort zur doppelten Größe gehen lassen.

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Goldgelb gebacken schmecken Meenzer Kreppel am besten! Foto © Best-of-Mainz.com

Jetzt 1,5 Liter hoch erhitzbares Öl in einem Topf auf 180 Grad erhitzen. Die Kreppel mit einem Schaumlöffel ins heiße Fett gleiten lassen.

Drei Minuten schwimmend backen, umdrehen, nochmals etwa drei Minuten ausbacken. Aus Fett heben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Wer möchte, spritzt etwas Himbeer- oder andere Konfitüre – je nach Geschmack – von der Seite aus ins Innere.

Dann am besten noch warm im feinen Zucker wälzen – und abgekühlt frisch genießen!

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Guten Appetit! Foto © Best-of-Mainz.com

Das Rezept reicht für etwa 14 Stück. Wollt ihr mehr, verdoppelt einfach die Zutaten!

Wie macht Ihr eure Lieblingskreppel? Verratet ihr uns eure Rezepte – oder besten Adressen für Kreppel?

8 Gedanken zu „Es ist Kreppelzeit in Meenz – das Original-Rezept

  1. Judith sagt:

    Ich hab einige Familientraditionen von meiner lieben Oma übernommen, aber Kreppel war immer eine heilige Sache, dieses Jahr hab ich mich dann endlich getraut. Also optisch sehen sie so aus, wie bei de Oma. Geschmackstest läuft.
    3x Helau!

    • Stefanie sagt:

      Die Kreppel als heilige Sache, das kenne ich sehr gut 🙂
      Aber über eine selbst gemachte Kreppel geht halt nun mal nix drüber, in Meenz, oder?
      Hoffe, sie schmecken auch wie bei Oma, wenn sie zumindest schon einmal so aussehen…
      Guten Appetit und BESTe Grüße

  2. Iris Thomas sagt:

    Hallo habe als Kind gerne mit der Nachbarin Kreppel gebacken
    Sie hatte einen riesengroßen Küchentisch un ich durfte ausstechen .
    Habe gerade mal nach Rezepten gesucht und „backe“ in Erinnerungen
    jetzt auch für meine Familie rheinhessisch-meenzerisch zu Fastnacht Kreppel Hellau nach Mainz

    • Stefanie sagt:

      Was für ein wunderbares Feedback!
      Danke für das Teilen dieser Erinnerung und ich hoffe, die meenzerischen Kreppel sind BESTens gelungen 🙂
      Helau und BESTe Grüße!
      Stefanie Jung

      • Marion sagt:

        Die Familie kommt aus Mainz, da musste ich diese einmal austesten. Ich finde, sie könnten etwas süsser sein, aber sind mit viel Zeit gut gelungen. Nun bekommen unsere Schweizer Freunde einen Eindruck und Geschmack der Meenzer Fasenacht

      • Stefanie sagt:

        Das freut mich wirklich.
        Und mit ein bisschen mehr Zucker oder Marmelade bekommen sie dann natürlich auch noch mehr Süße.
        Helau und ich hoffe, auch den Schweizern munden die Meenzer Kreppel.
        Herzlich BESTes!

  3. Manuela sagt:

    Meine Mutter hat mit einer Gabel Teigstücke abgezupft. Wir liebten diese knusprig krossen Ecken an den Kreppel.
    Einer wurde immer mit Senf gefüllt. Die Spannung war gross bei uns Kindern, wer den wohl erwischt.
    Hellau

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