Die 11 (wirklich) schönsten Spaziergänge in Mainz

Für manch einen viel zu unspektakulär – für andere das tägliche Lebenselixier. Und noch dazu so gesund! Spazierengehen ist einfach, kostenlos und umweltfreundlich dazu. Es steigert das Wohlbefinden, außerdem macht das Gehen fit, hilft beim Abnehmen und reduziert Stress. Zeit also, sich hier auf dem Blog mit den 11 (wirklich) schönsten Spaziergängen in Mainz zu beschäftigen!

1. Der Mainzer Sand

Kaiser Wilhelm II. führte hier zwischen 1898 und 1913 bevorzugt seine Kaiserparaden durch, und für Graf Zeppelins Luftschiff Parseval bot er für eine Zwischenlandung optimale Bedingungen: Der »Mainzer Sand« mit seiner etwa 30 Fußballfelder großen Fläche wurde bereits 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Perfekt also für einen Spaziergang – in einer einzigartigen Landschaft. Der „Mainzer Sand“ zählt unter der Überschrift „Die Steppe: Dünen am Stadtrand“ zu den 111 Orten in Mainz, die man gesehen haben muss. Eine Tourenbeschreibung findet ihr auch in Mainz zu Fuß: Die Mainzer Steppe.

Adresse Naturschutzgebiet Mainzer Sand, Zugang über den Parkplatz an der Oberen
Kreuzstraße in Mainz-Mombach, 55120 Mainz-Mombach

2. Der Lennebergwald

Der Lennebergwald gehört zu den beliebtesten Naherholungsgebieten bei Mainz. Rund 700 Hektar umfasst das Waldgebiet, das seit 1996 unter Naturschutz steht. Hauptsächlich aus Sand besteht der Boden, der gut für den Waldläufer ist. Dieser Wald lindert Stress – und zwar schon innerhalb kürzester Zeit. Ob zum guten alten Waldspaziergang oder zum Joggen. Man schnürt die Schuhe und läuft los. Tief einatmen und lang ausatmen. Sich dem Wald verbunden fühlen. Zu den Wurzeln des Wohlbefindens finden. Denn was braucht der Mensch zu seinem Glück? Die Natur ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Der Lennebergwald zählt definitiv ebenfalls zu den Glücksorten in Mainz.   Überschrift: „Der durch den Wald läuft: Erholung im Lennebergwald.

Adresse Waldparkplatz Vierzehn-Nothelfer-Straße,  Mainz

3. Der Rosengarten

Der Rosengarten befindet sich in der oberen Ebene des Mainzer Stadtparks und im Sommer blühen hier auf 9.500 Quadratmetern Rosen aller Sorten. Besonders schön jetzt im Winter ist es, wenn sich der Raureif oder auch Schnee über die Gartenanlage und die vielen schönen Figuren legt. Romantisch ist übringes auch die Ecke mit den um 1925 von dem Münchner Bildhauer Julius Seidler geschaffenen  Putten. Darüberhinaus lohnt es sich natürlich auch, von hier aus den Stadtpark und angrenzenden Volkspark zu entdecken. Der Rosengarten zählt übrigens zu den Glücksorten in Mainz! Die Überschrift: Der Rosengarten: Rückzugsort im Rosenhain.

Adresse Rosengarten im Stadtpark, Zugang über die Straße Am Rosengarten, Mainz

4. Der Steinbruch

2004, nach fast 150 Jahren Bestand, wurde das Zementwerk stillgelegt. Inmitten des Rhein-Main-Gebiets gelegen und vom Verkehr umtost, erobert sich die Natur Stück für Stück das früher intensiv genutzte Gelände zurück, und ein wichtiges Rückzugsgebiet für bedrohte
Pflanzen und Tiere hat sich entwickelt. Rund 240 Pflanzenarten wurden bei Kartierungsarbeiten gezählt, darunter viele, die auf der Roten Liste Rheinland-Pfalz stehen und als gefährdet gelten.  Über zwei etwas versteckt liegende Eingänge, am Höhenweg und an der Wormser Straße, ist das rund 50 Hektar große Areal frei zugänglich. Perfekt für einen stadtnahen Rundgang in ungewohnter Umgebung! Der Steinbruch ist einer der 111 Orte, die man gesehen haben muss: „Der Steinbruch: Zeitreise durch 20 Millionen Jahre“

Adresse Zugänge Wormser Straße oder Höhenweg, 55130 Mainz-Weisenau

5. Das Laubenheimer Ried

Kennt ihr das Laubenheimer Ried? Wunderbar für einen Spaziergang vor den Toren der City! Bis in die 1930er-Jahre wurde hier der Abbau von Ton betrieben. Die früheren Ziegeleiteiche bilden den Kern des Naturschutzgebietes. Gemeinsam mit den ehemaligen Flutrinnen des Rheins bietet das Sumpfland mit Wassergräben und Feuchtmulden die ideale Voraussetzung für die sich hier ausbreitende schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt. Die kleine Naturoase vor den Toren von Mainz von etwa 180 Hektar ist damit mehr als „nur“ Naturschutzgebiet. Aufgrund seiner besonderen Artenvielfalt ist das Ried nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie auch als FFH-Gebiet – und damit als höchstes europäisches Schutzgebiet – ausgewiesen. „Natur pur vor den Toren: Das Laubenheimer Ried“ lautet die Überschrift von Glücksort #74 im Buch Glücksorte in Mainz

Adresse  Laubenheimer Ried, Zugang über die Straße Am Leitgraben, 55130 Mainz-Laubenheim

6. Der 3-Brücken-Weg(Klassisch)

Über 7-Brücken-musst-du-gehen lautete der Titel des Peter Maffay-Ohrwurms in den 80ern – bei uns in Mainz gehen wir über immerhin insgesamt 6 Brücken – nennen den Weg kurioserweise aber Drei-Brücken-Weg. Der absolute Klassiker und Liebling unter den Mainz-Spaziergängen und Radltouren. Außerdem bei jedem Wetter geeignet! Hier auf dem Blog findet ihr die komplette Routenbeschreibung!

7. Der Drei-Brücken-Weg (Neu)

Ja, ihr lest richtig! Der „klassische“ Mainzer Drei-Brücken-Weg hat Konkurrenz bekommen. Und zwar seitdem mit der neuen, 60 Meter langen Klappbrücke über die Hafeneinfahrt des Zollhafens eine durchgängige Verbindung entlang des Ufers zur Kaiserbrücke geschaffen wurde! Ihr startet also am Besten am Zollhafen, spaziert über die neue Verbindung von der Süd- zur Nordmole, weiter über die Kaiserbrücke. Dort erwarten euch spannende Perspektiven auf die Stadt Mainz und auch in Richtung Wiesbaden-Biebrich und den Rheingau. Gemütlich geht es auf der anderen Rheinseite zurück in Richtung Theodor-Heuss-Brücke – und wieder ins geliebte Mainz. Weil sie uns diese tolle neue Route beschert hat, zählt die Überquerung der Hafeneinfahrt unter der Überschrift „Von der Süd- zur Nordmole: Die Brücke am Zollhafen“ zu den Glücksorten in Mainz!

Adresse Zollhafen, Mainz

8. Der Grüngürtel

Erst nach dem Ersten Weltkrieg endete die 300-jährige Geschichte von Mainz als Festungsstadt, und die umgebenden Festungsanlagen konnten endlich geschleift werden. Die an ihrer Stelle
nach Plänen des Architekten und Stadtplaners Friedrich Pützer entstandene und heute verkehrsberuhigte Parkanlage zieht sich im Verlauf der 1904 aufgegebenen Umwallung vom Hauptbahnhof bis zum Stadtpark. Parallel zum Römerwall geht es über schattige Parkwege.
Wer aufpasst, entdeckt versteckt im Buschwerk die Überreste der Bastion Martin, einer barocken Wehrschanze aus dem 17. Jahrhundert. Ein besonderer 111er Ort: „Der Grüngürtel: Spazieren am früheren Festungswall!

Adresse Der Grüngürtel zieht sich zwischen dem Römerwall und Drususwall bis zum
Volkspark in der Göttelmannstraße, 55131 Mainz-Oberstadt

9. Die Römersteine

Die Römersteine, Reste eines alten römischen Aquädukts, sind für die Mainzer ein schönes Ausflugsziel. Nah an der Stadt und doch im Grünen. Die antike Besatzungsmacht verwirklichte hier einen architektonischen Superlativ: das höchste Aquädukt nördlich der Alpen. Die
Brückenbögen überquerten das Zahlbachtal in einer Höhe von immerhin
circa 30 Metern. Oft genug sind die Schafe am Fuß der baulichen Reste der Römersteine zu beobachten. Schäfchen zählen soll beruhigend sein. Ein kleiner Spaziergang zu den friedlich grasenden und anspruchslosen Haustieren lohnt also in jeder Jahreszeit.  Und ist damit ein echter Glücksort im Buch der Mainzer Glücksorte. Die Überschrift? Schäfchen zählen: Die Schafe an den Römersteinen!

Adresse Zugang über die Untere Zahlbacher Straße oder die Backhaushohl, 55131 Mainz-
Oberstadt |

10. Der Botanische Garten

Foto © Stefanie Jung || Best-of-Mainz.com

Das Schöne an Mainz ist ja, dass man gar nicht weit raus oder gar in den Urlaub fahren muss, um Neues zu sehen oder Natur zu tanken. Für diese besondere Mainzer Adresse sogar eine eigene Busstation mit Namen „Botanischer Garten“. Vorbeigekommen, aber nie ausgestiegen? Es lohnt sich! Neun Hektar Fläche und etwa 8500 Pflanzenarten hat die über 70 Jahre alte Gartenanlage der Johannes Gutenberg-Universität zu bieten. Die botanische Vielfalt der ganzen Welt lässt sich hier erkunden. Spaziert durch das Arboretum, entdeckt die alpine Pflanzenwelt im Alpinum – und streift durch die Miniaturausgabe der Mainzer Steppe. Und das Beste? Hier blüht es sogar schon. Also Nase und Augen auf! Der Botanische Garten ist Bestandteil in den Glücksorten und 111 Orten in Mainz!

Adresse Botanischer Garten der Johannes Gutenberg-Unversität, Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg, 55128 Mainz,

11. Der Hauptfriedhof

Noch nie war es so aktuell, sich auf den Friedhöfen in den Städten umzusehen. Mit einer Fläche von fast zwei Quadratkilometern zählt der Friedhof zu den größten Grünräumen der Stadt und ist zudem deren beeindruckendste Begräbnisstätte. Hier ruhen nicht nur lokale Größen aus Geschichte, Kultur und Politik. Auch Mainzer Originale und Fastnachtsgrößen sind hier beigesetzt. Es ist genau diese Mischung, die den Besuch des Friedhofs so spannend macht. Es ist nicht nur ein Ort des Trauerns, sondern auch ein Ort des Lebens. So wird hier auch manch schöne Erinnerung wach.

Adresse Hauptfriedhof (Haupteingang Untere Zahlbacher Straße)

Der Hauptfriedhof zählt zu den 111 Orten in Mainz, die man gesehen haben muss! Online und Live könnt ihr uns am 7. und 13. Februar auf unserer neuen Stadttour über den Hauptfriedhof folgen! Diese beleuchtet das Leben, Wirken und die Eigenarten einer Reihe verstorberner Mainzer Fastnachts-Ikonen und hat natürlich auch die Geschichte der Mainzer Fastnacht auf eine unterhaltsame, doch würdige Weise, im Blick. Mehr Infos & Buchung? Hier!

Viel Spaße wünschen wir euch beim Spazierengehen in und um Mainz herum.

Ihr habt noch mehr Ideen für schöne Spaziergänge in Mainz? Schreibt uns eine E-Mail an info@best-of-mainz.com, wir freuen uns auf eure Vorschläge!

 

2 Gedanken zu „Die 11 (wirklich) schönsten Spaziergänge in Mainz

  1. Rainer Schönhals sagt:

    Liebe Stefanie Jung,
    diese Vorschläge für Spaziergänge in grauen Corona Tagen kommen genau richtig.
    Vielen Dank. Wenn jetzt noch der Dauerregen aufhört geht’s los.
    Best of Mainz weiterhin viel Erfolg.

    • Stefanie sagt:

      Lieber Rainer Schönhals,
      herzlichen Dank für die schöne Rückmeldung!
      Ich wünsche ganz viel Vergnügen beim Spazierengehen – die denkbar schönste Art, unsere Stadt zu erkunden 🙂
      Alles Gute und herzlich BESTes wünscht
      Stefanie Jung

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