Bild:© Mainzer Weinsalon

Best of Mainz-Event: Die Weinsalon-Saison startet!

Unbedingt vormerken! Am dem 7. April öffnet der Mainzer Weinsalon – bis einschließlich 1. September – jeden ersten Dienstag im Monat ab 17 Uhr im Brückenkopf der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz seine Pforten. Nix wie hin, ein bisschen netzwerken und feiern, und den Frühling mit guter Musik, tollen rheinhessischen Weinen und leckeren Häppchen genießen! Die After-Work-Weinbar am Rheinufer ist auf jeden Fall eine interessante Alternative in Mainz. Erst recht bei schönem Wetter.

Im Interview dazu: Christian Braunewell. Gründungsmitglied des Mainzer Weinsalons. Winzer. Enthusiast.

Hallo Christian, am Dienstag findet endlich wieder der erste Weinsalon am Mainzer Brückenkopf statt. Wer kam damals eigentlich auf die Idee?

Andreas Roll war Arbeitskreisleiter für die Jungwinzerinnen und Jungwinzer in Rheinhessen und hatte die Vision, Rheinhessenwein in Mainz insgesamt bekannter zu machen. Heute ist Rheinhessenwein in Mainz schon richtig etabliert, aber noch vor wenigen Jahren war das wirklich ganz anders.

Christian Braunewell vom renommierten Essenheimer Weingut Braunewell zählt zu den Gründungsmitgliedern des Weinsalons.

Christian Braunewell vom renommierten Essenheimer Weingut Braunewell zählt zu den Gründungsmitgliedern des Weinsalons.

Dass das so ist, dazu haben wir mit dem Weinsalon auch von unserer Seite deutlich etwas beitragen können! Die Mainzer haben uns auf jeden Fall von Anfang an prima aufgenommen. Ich denke, wir sind genau zur richtigen Zeit gekommen.

Der Brückenkopf war ja von Anfang an euer Zuhause. War die Location die erste Wahl?

Auf jeden Fall! Die Lage ist einfach prima – wir können den Innen- und Außenbereich nutzen, sind unmittelbar am wunderbaren Rhein und liegen noch dazu zentral! Es kommen ganz viele einfach spontan vorbei, wir haben hier ein buntgemischtes Publikum und eigentlich alle finden es prima hier. Für uns gibt es einfach keine Alternative zu dieser Location!

Wie seid ihr an den Start gegangen?

Den Mainzer Weinsalon haben wir mit fünfzehn Winzern 2009 gegründet. Wir feiern in diesem Jahr also den sechsten Geburtstag und haben mittlerweile 18 Mitglieder. Das Ganze hat sich so positiv entwickelt, dass wir immer auch weiteren Jungwinzern aus Rheinhessen die Chance zum Mitmachen geben wollen. Insgesamt haben wir in der Gruppe damit immer ein bisschen Fluktuation, und das ist auch so gewollt. Zum Beispiel haben wir in der Satzung unseres Vereins, den wir extra dafür gegründet haben, bewusst ein Höchstalter von 35 Jahren für die Aktiven  festgelegt. Das bringt immer wieder ein bisschen frisches Blut in die Gruppe.

Ihr habt eine rasante Entwicklung hingelegt, insbesondere auch, was die Besucherzahlen angeht. Wie siehst du das im Rückblick?

Über die Jahre hat sich immer etwas geändert. Wir haben natürlich auch von Jahr zu Jahr dazu gelernt. Zum Beispiel haben wir in den ersten beiden Jahren den Weinsalon quasi ganzjährig angeboten. Das hat uns an unsere Kapazitäten gebracht und hat auch eigentlich wegen der Enge im Innern des Brückenkopfs in der kalten Jahreszeit nicht so viel Sinn gemacht. So organisieren wir den Weinsalon jetzt immer von April bis September und darüber hinaus dann noch den einen oder anderen Event. In diesem Winter zum Beispiel eine Verkostung auf einem Schiff mit anschließender Weinparty. Außerdem haben wir mittlerweile mit Poller’s Häusje im Catering einen tollen Partner.

Auch im Winter organisieren die Jungwinzerinnen und Jungwinzer aus Rheinhessen tolle Veranstaltungen in Mainz!

Auch im Winter organisieren die Jungwinzerinnen und Jungwinzer aus Rheinhessen tolle Veranstaltungen in Mainz!

Bild: © Mainzer Weinsalon

Was erwartet uns also in diesem Jahr?

Eigentlich ist es ja schon immer ein After-Work-Weintreff, der aber mittlerweile wirklich an Dimension gewonnen hat. Über den Spätnachmittag und Abend haben wir im Schnitt um die 1.000 Gäste – und das an einem Dienstag! Dazu gibt es aber auch in diesem Sommer gedämpfte Live-Musik und eben das leckere Catering von Pollers. Insgesamt sind wir aber wie immer dabei, den Weinsalon weiter zu entwickeln. Die Präsentation der Betriebe soll zum Beispiel ein bisschen mehr in den Vordergrund gerückt werden. Eine Idee ist zum Beispiel auch, das Konzept nach Frankfurt zu übertragen. Und für den Winter sind natürlich auch wieder schöne Events geplant.

Nun zählen Mainz und Rheinhessen ja seit 2008 zu den Great Wine Capitals – wie sieht es mit einer Bewerbung dafür von euch aus, so innovativ, wie ihr seid!

Das ist gerade ganz aktuell. Die Ausschreibung läuft ja jetzt gerade wieder. Damit könnten wir natürlich auch der Bekanntheit dieser Auszeichnung ein bisschen mit auf die Sprünge helfen. Ich denke, wir Winzer wissen schon, um welche Ehre es sich bei dieser Auszeichnung handelt und dass wir damit in einer Reihe mit Weinanbaugebieten wie dem Bordeaux oder dem Napa Valley stehen. Beim Verbraucher scheint das Thema aber insgesamt noch nicht so angekommen zu sein. Wir sind außerdem eine gute Schnittstelle zwischen der Weinregion Rheinhessen und der Weinstadt Mainz. Es wäre schön, wenn das für uns klappen würde.

Jetzt würde ich dir gerne noch ein paar persönliche Fragen stellen!

Aber gerne doch!

Was ist der beste Moment des Tages für dich?

Jetzt nach dem langen Winter – in dem viel Kellerarbeit angesagt war – ist der schönste Moment für mich, wenn ich endlich wieder im Weinberg stehen kann und die Sonne dabei scheint. Und kein Telefon klingelt und ich einfach mal die Natur genießen kann.

Christian ist Rheinhessen und Winzer aus Leidenschaft - und hat ein Faible für Mainz

Christian ist Rheinhessen und Winzer aus Leidenschaft – und hat ein Faible für Mainz

Was inspiriert dich?

Es freut mich immer mit Leuten Austausch zu haben, die nicht aus der Branche sind. Da kriegt man mal anderen Input und hat einen anderen, oft durchaus wertvollen Austausch, der mich auch wieder kreativ werden lässt.

Was liebst du an Mainz?

Ich bin ja hier in Essenheim ganz nah dran. Zu Mainz hatte ich schon immer eine enge Verbindung. Sicher auch, weil es so familiär ist. Auch wenn ich nicht dort lebe, treffe ich dort immer irgendjemanden, den ich kenne. Immer wieder besonders gefällt mir auch das Rheinufer-Ambiente. Und das Genuss-Thema ist auch ein wichtiges – es gibt mittlerweile viele gute Lokale, die noch zudem einen Schwerpunkt auf Rheinhessenwein setzen!

Wie würde dein perfekter Tag in Mainz aussehen?

Oh, wo würde ich anfangen? Also der Rhein gehört natürlich auf jeden Fall dazu. Dort ein bisschen ausspannen, die Sonne genießen. Die Altstadt ist für mich auch ein Muss. Die Geschäfte und Lokale dort, das gefällt mir alles sehr gut. Ein bisschen Kultur wäre auch noch gut. In den Isis-Tempel gehe ich gerne und auch in den Dom!

Und deine Pläne mit dem Weinsalon für die Zukunft?

Ja, da wollen wir uns wie gesagt einfach immer ein Stück weiter entwickeln. Ich selbst habe mit meinen 28 Jahren ja theoretisch noch sieben Jahre Zeit mitzumachen. Ich weiß aber heute noch nicht, ob ich die auch ausschöpfe… Ich finde es immer wichtig, neuen, jungen Leuten eine Chance zu geben. Wir schreiben freie werdende Plätze jedes Jahr neu aus und haben viel mehr Bewerber, als wir aufnehmen können. Vielleicht gründen wir auch noch eine zweite Gruppe der Älteren, die sich nach der Zeit mit dem Weinsalon einem anderen Thema widmet. Es gibt nämlich eigentlich überhaupt keine Projekte älterer Winzer. Das Thema Weinsalon könnte damit auch bewusst jung gehalten werden.

Neugierig geworden? Dann nix wie hin:

Der Weinsalon startet am Dienstag, 7. April, 17 Uhr
Alle weiteren Termine und Infos findet ihr auf der Seite des Mainzer Weinsalons

 

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