Mainz persönlich: Autofasten mit Julia & Stefan

*Werbung   Im guten alten Brockhaus-Lexikon wird „Fasten“ als eine Form der Askese beschrieben, bzw. dem „vorübergehenden Verzicht auf bestimmte Speisen“ gleich gesetzt. Nun kann man auch auf andere Dinge verzichten – wie zum Beispiel auf das eigene Auto. Gemeinsam mit Julia Maria Klös von greenandwhales und Stefan Sangmeister von Antenne Mainz haben wir das sechswöchige Angebot der Mainzer Mobilität angenommen – und von Aschermittwoch bis Gründonnerstag ausschließlich Bus, Bahn, Mieträder von meinRad, den MainzRIDER, sowie die Fahrzeuge von book-n-drive genutzt. Wie es unseren Mitstreitern dabei ergangen ist? Das lest ihr im Interview!

Liebe Julia, lieber Stefan, gemeinsam haben wir es gewagt, das Mainzer Autofasten. Nun habe ich bereits regelmäßg auf den  Best of Mainz-Kanälen Facebook, Instagram, hier auf dem Blog  und auf Antenne Mainz über meine Erfahrungen berichtet. Aber was hat euch eigentlich motiviert, beim Autofasten 2022 mitzumachen?

Stefan Sangmeister  Als ich von der Aktion gehört habe, war mir eigentlich schon klar, dass ich da große Lust habe mit zu machen. Einfach mal selbst zu reflektieren, wie sehr nutze ich das Auto und brauche ich es wirklich. Sind die Wege, die ich mit dem Auto mache, nicht auch anders zu gehen? Dieser Frage wollte ich gerne nachgehen und bin froh, dass ich durch dieses Projekt die Möglichkeit hatte, mein Verhalten mal zu hinterfragen.

Julia Klös   Für mich spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle – und da sind die öffentlichen Verkehrsmittel natürlich ein wichtiger Bestandteil! Ich wollte mein eigenes Fahrverhalten mal genauer betrachten: welches Verkehrsmittel nutze ich für welche Strecke – und warum? Wie praktisch ist es im Alltag so ganz ohne eigenes Auto, auch wenn man mal einen größeren Einkauf erledigen muss oder Dinge wie Möbel transportieren möchte?

Hattet ihr ein Highlight, während der doch immerhin sechs Wochen ohne eigenes Auto?

Stefan Sangmeister   Ein kleines Highlight hatte ich schon, direkt bei mir um die Ecke gibt es eine book-n-drive Station, wo ein E-Auto steht. Damit mal durch die Gegend zu fahren, war schon cool.

Julia Klös  Ich fand diese kleinen Momente immer sehr schön. Wenn Menschen sich im Bus gegenseitig helfen, oder man mit Fremden kurz ins Gespräch kommt. Das Lächeln, wenn ich auf dem meinRad unterwegs war und mir jemand entgegen gekommen ist, der ebenfalls miet-radelt. Das waren immer meine Highlights.

War das Autofasten für euch eher Stress, oder eher Entspannung?

Stefan Sangmeister   Sehr entspannend, mit dem eigenen Auto hat man in Mainz dann doch gerne mal den Stress einen Parkplatz zu finden, der Stress ist natürlich komplett weg gefallen.

Julia Klöck   Für mich war das total entspannend. Die Busse und Straßenbahnen haben mich nicht ein einziges Mal enttäuscht und auch auf die Mainzer Mobilitäts App war immer Verlass. So wusste ich: ich komme pünktlich zu meinen Terminen.

Was werdet ihr in Zukunft davon übernehmen?

Stefan Sangmeister   Ich würde vor den Fahrten mit dem eigenen PKW immer abwägen, ob es denn wirklich sein muss oder ob es eine gute Alternative gibt.

Julia Klös   Ich werde definitiv häufiger miet-radeln – in Kombination mit Bus und Straßenbahn. Mir hat diese Flexibilität total gefallen – hoch motiviert mit dem Rad hin, mit schwerem Wochenmarkt-Einkauf-Rucksack mit dem Bus wieder zurück.

Gibt es ein neues Lieblingsverkehrsmittel für euch – dass ihr vielleicht sogar vorher noch gar nicht im Blick hattet?

Stefan Sangmeister   Für mich ist das book-n-drive Konzept sehr gut. Ich brauche das Auto eigentlich nur selten und dann Carsharing Angebote wahrzunehmen, das lohnt sich auf jeden Fall.

Julia Klöck   Ich hab das meinRad wieder für mich entdeckt. Ich hab das zu Studi-Zeiten schon gerne genutzt und werde mich definitiv wieder häufiger aufs Miet-Rad setzen.

Bitte kurz & knackig: Wie lautet denn euer Fazit, nach den sechs Wochen „ohne“?

Stefan Sangmeister    Ich persönlich brauche im Alltag kein Auto. Das ist mein Fazit, aber umsetzbar ist das natürlich nur wenn alle Bereiche wie Arbeit, Familie oder Hobby ohne Auto gut zu erreichen sind. Wenn das nicht der Fall ist, ist ein Auto sinnvoll aber selbst da kann man immer nachdenken, ob jede Strecke mit dem eigenen Auto zurückgelegt werden muss.

Julia Klös   Mein Fazit: es war eine wirklich entspannte Zeit, die mich viel zum Nachdenken angeregt hat. Mitten in Mainz ohne eigenes Auto unterwegs zu sein ist wirklich kein Problem.

Natürlich gibt es auch für euch jeweils 5 persönlichen Fragen, wie sie für den Best of Mainz-Blog üblich sind. Wie sieht der beste Moment des Tages für euch aus?

Stefan Sangmeister   Den einen gibt es nicht, aber wenn ich einen ruhigen Moment habe mit einer schönen Tasse Kaffee in der Hand gehört er auf jeden Fall zu den besten des Tages.

Julia Klös   Morgens mit dem ersten Kaffee auf der Couch, während es noch herrlich ruhig draußen ist. 

Was inspiriert euch?

Stefan Sangmeister   Inspirieren ist vielleicht nicht der richtige Begriff,  aber auf mich hat Sport in jeder Lebenslage einen großen Einfluss und prägt mich in eigentlich jeder Situation.

Julia Klös  Mich inspiriert der Gedanke, dass wir alle, jeder und jede natürlich mit andere Voraussetzungen, die Möglichkeit haben, etwas zu verändern. Egal ob im ganz kleinen oder in einem größeren Rahmen.

Was schätzt ihr an Mainz?

Stefan Sangmeister   Mainz ist ein riesiges Dorf, das mag ich. Ein sehr familiäres Umfeld trotz Großstadt.

Julia Klös   Dass Mainz sich manchmal nach einer Großstadt und manchmal nach einem Dorf anfühlt.

Wie sieht euer schönster Tag in Mainz aus?

Stefan Sangmeister Frühstück mit Freunden, egal ob Marktfrühstück oder einfach so. Danach raus in die Sonne an den Rhein. Auch da mit Freunden eine gemütliche Zeit verbringen. Danach noch ein Handballspiel mit meinem HCG und danach in die Stadt auf das ein oder andere Getränk.

Julia Klöck  Ein leckeres Frühstück in der Altstadt, über den Wochenmarkt bummeln und am Rhein spazieren gehen.

Verratet ihr uns eure Pläne für die Zukunft?

Stefan Sangmeister   Mein großer Traum, irgendwann mit Stefan Kretschmar ein Handballspiel für Sky moderieren. Solange ich das noch nicht geschafft habe, will ich alles daran setzen, in das Feld der Sportmoderation rein zu kommen.

Julia Klös  Ich möchte auf jeden Fall weiter über das Thema Nachhaltigkeit informieren und meine Selbstständigkeit weiter ausbauen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt was die Zukunft bringt!

Die 6 Wochen gemeinsames Autofasten haben Spaß gemacht! Wir bedanken uns sehr für die Zeit, auch, dass ihr Zeit für unser Interview genommen habt!

Neugierig? Nix wie hin!
Besucht Julia auf Ihrem Blog Greenandwhales.
Hört Stefan auf Antenne Mainz und folgt ihm auf Instagram.

Ihr wollt die Mobilitätsangebot der Mainzer Mobilität ebenfalls nutzen?
Dann informiert euch einfach online hier.


Dieser Beitrag wurde in Kooperation zwischen Best of MainzMainzer Mobilität erstellt.

 

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