11 Tipps für euren Sommer in Mainz

11 Tipps für euren Sommer in Mainz

Der Sommer ist eine besonders schöne Jahreszeit. Aber immer nur Planschbecken, Weinfest oder Biergarten? Man kann den Sommer in Mainz auch anders verbringen. Hier findet ihr «11 Tipps für euren Sommer in Mainz»! Ich habe in meinen Büchern und im Blog gestöbert – und ein paar Ideen für euch zusammen gestellt.

1. Parkbähnchen fahren im Volkspark – Voll Retro

Da werden bei den meisten Mainzern Kindheitserinnerungen wach! Für mich natürlich auch und mir war von Anfang an klar, dass die Bahn als echter Glücksort in mein neuestes Buch muss. Als ich mich mit Aldo Zanardelli, oberster Lokomotivführer und Chef im Schmalspur-Ring des Volksparks, in der Garage von Parkbähnchen «Lotte» traf und wir mit Volldampf zum Start der ersten Tour des Tages an den „Bahnhof“ratterten, war es ein sehr heißer Tag. Und wie herrlich erfrischend war die kleine Spritztour – und wie schön das an alte Zeiten erinnernde Gefühl dabei. Das ist was auch für große Kinder. Und auch alle, die vielleicht gar keine Erinnerung damit verbinden, sollten es unbedingt einmal ausprobieren!

#19 der „Glücksorte in Mainz» – Fahr hin und werd glücklich, Droste-Verlag Düsseldorf

2. Eisbudenzauber in Mainz-Gonsenheim

Eispavillon Mario Glücksort in Mainz

Dass sich vor dem Eispavillon Marion in Gonsenheim lange Wartereihen bilden, ist selbst früh am Tag nichts Ungewöhnliches. Der Ruf des guten Eises aus dem Mainzer Vorort reicht weit aus selbigem hinaus. Hier wird bis heute nach den Rezepten des Gründers, Gelatiere Mario Dall´Asta, produziert. Zu den Kunden zählen Traditionalisten, die sich nach den guten alten Klassikern verzehren. 2015 konnte das 60jährige Bestehen der zur Institution gewordenen Eisdiele gefeiert werden. Die dritte Generation unter der Ägide von Mario Nestola produziert 28 Eissorten mit einer schon historisch wirkenden Speiseeismaschine. Das Schokoladeneis schmeckt besonders intensiv nach Schokolade, im Erdbeereis ist die Frucht so zu schmecken, wie es sein soll. Traditionell eben.

#63 der „Glücksorte in Mainz» – Fahr hin und werd glücklich, Droste-Verlag Düsseldorf

3. Der Wasserspielplatz – Versteckt im Innenhof

(c) Stefanie Jung Best of Mainz

Die KiTA hat geschlossen, die üblichen Wasserspielplatze sind überfüllt oder längst bekannt, im Freibad ist es auch schon ganz schön eng – und ganz solange draußen bleiben soll man bei der Hitze ja auch nicht? Da sind insbesondere mitten in der Stadt Alternativen gefragt! Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in der Badergasse? Der Wasserspielplatz liegt etwas versteckt  in einem Innenhof mit in der historischen Altstadt – und ist für jedermann frei zugänglich! Ende der der 90er Jahre wurde hier als Erinnerung an die Zeit der Mainzer Bader ein bespielbares Kunstobjekt mit großen Zubern und einer Wasserpumpe geschaffen. Und unter der üppig wuchernden, Schatten spendenden Glyzinie ist Platz für Mami und Papi!

#105 der 111 Orte in Mainz, die man gesehen haben muss», Emons-Verlag, Köln

4. Swimming in the City – kühles nass & tolles Grün

Freibad Mombach 11 Tipps im Sommer in Mainz

Klar gehört zum Sommer auch der Gang ins Freibad. In Mainz ist da die Auswahl nicht besonders groß. Aber einen Favoriten habe ich dennoch – und der befindet sich in Mombach! Allein die den ganzen Sommer über schön gepflegte und die längste Zeit  grüne Wiese ist wegen des angenehmen Barfuß-Effekts den Weg wert. Das große Becken des Mombacher Freibads erfüllt mit seinen 25 x 50 Metern Größe olympische Anforderungen. Hier können passionierte Schwimmer auf abgegrenzten Bahnen trainieren – und alle anderen entspannt im größeren Teil des Beckens schwimmern. Für Familien gibt es ein wahres kleines Paradies mit großem Kinderbecken inkl. allerlei Rutschen und PiPaPo, in den Ferien wird ein toller Parcours im großen Becken installiert. In Summe also ein echt erfrischender Glücksort im Sommer…

#42 der „Glücksorste in Mainz» – Fahr hin und werd glücklich, Droste-Verlag Düsseldorf

5. Das Isis- und Mater-Magna-Heiligtum – Abtauchen!

(c) Isis-Tempel Stefanie Jung Best of Mainz

Gefühlt scheint die Sonne von morgens früh bis nachts? Und irgendwann geht sie euch so richtig auf die Nerven? Dann taucht doch mal ab! Nein, diesmal nicht im Freibad… Sondern im Einkaufszentrum. Und zwar in einer der besten musealen Inszenierungen, die wir in Mainz zu bieten haben. Die noch dazu völlig kostenfrei ist: Dem Isis- und Mater-Magna-Tempel im Keller der Römer-Passage! Lichteffekte, wie die Installation des Sternenhimmels, wie er 69 n. Chr. über Mainz leuchtete und eindrucksvoll im Stil des „Infotainment“ beschriebenen Funde sind hier in einer ganz besonderen, inmitten des über einen befindlichen Trubels abgeschiedenen Atmosphäre zu erleben. Entspannend ist es hier. Geradezu erholsam!

«Kultur in Mainz: Isis- und Mater-Magna-Heiligtum», «Best of Mainz», Societäts-Verlag Frankfurt

6. Libellen, Luft & Landschaft – NAtur in der Stadt

(c) Stefanie Jung Best of Mainz

Ja, auch wenn es heiß ist…! Einfach mal ein Fahrrad schnappen, sich ein bisschen bewegen und dabei vom Fahrtwind abkühlen lassen! Wenn noch ein paar Freund mitwollen, die kein Fahrrad haben: Ganz easy geht das z.B. auch mit den Mieträdern von der MVG. Und dann ab, zum Beispiel durch das Mainzer Wildgrabental. Einen Tourenvorschlag dorthin findet ihr ebenfalls auf dieser Seite! Das Wildgrabental wird von vielen zwar tagtäglich mit dem Auto umfahren, so richtig auf dem Schirm haben es die meisten aber nicht. Ein kleiner, natürlich wirkender Bach mäandert durch das Tal und es gibt sogar einen richtigen Teich (der allerdings bei lang anhaltender Trockenheit manchmal ausgetrocknet ist). Insgesamt ein prima Ziel, um hier mal mit dem Rad herzufahren oder spazierenzugehen – und dabei ein verstecktes Mainzer Naherholungsziel zu entdecken.

#68 der „Glücksorte in Mainz» – Fahr hin und werd glücklich, Droste-Verlag Düsseldorf

7. Klassiker mit Blick aufs Mainzer Panorama – Relax

Stefanie Jung Mainspitze

Wasser und Sommer, das gehört irgendwie zusammen… Wie gut, dass wir hier in Mainz den Rhein haben. Schon am Ufer entlang zu spazieren oder zu sitzen wirkt erfrischend. Einmal mehr, wenn man sich hier mit dem Fahrrad frischen Wind um die Nase wehen lässt. Der Klassiker unter den Ausflügen schlechthin ist der Mainzer 3-Brücken-Weg. Im Sommer empfiehlt er sich weniger zum Spazieren und zum Joggen. Mit dem Fahrrad sind die rund 9 Kilometer ganz entspannt abzuradeln. Als Ausgangspunkt mit dem Mietrad bietet sich die Station vor der Malakoff-Passage an. Dann solltet ihr unbedingt bereits den Bikini oder die Badehose anhaben und ein Handtuch auf dem Gepäckträger dabei. Und los geht´s ! Vielleicht ist ja noch Platz für ein kleines Picknick? Das schmeckt bei Sonnenuntergang auf der Mainspitze besonders gut…

«Klassiker mit Blick aufs Mainzer Panorama» aus «Mainz zu Fuß», Societäts-Verlag Frankfurt

 

 8. Der höchste Punkt der Stadt – wo der Wind weht

Höchster Punkt in Mainz (c) Stefanie Jung

Ja, wo soll der denn sein, der höchste Punkt von Mainz…? Ganz klar: Außerhalb der Innenstadt. Sogar ein ganzes Stück. Nämlich am Rand von Mainz-Ebersheim. Ihr erinnert euch? Der Gemeinde, die gerade erst das Jubiläum ihrer Zugehörigkeit zu Mainz gefeiert hat. Genau 50 Jahre ist das her. Und genau seitdem befindet sich der mit exakt 245 Metern höchste Punkt von Mainz auch hier, und zwar an der Ortsgrenze, quasi im Dreieick zwischen Ebersheim, Zornheim und Nieder-Olm. Am einfachsten ist die Stelle durch die drei seitlich der K15 gelegenen postierten Windräder zu identifizieren. Spurensucher und Abenteurer machen sich dann auf, die Überreste des zwischen den Jahren 1909 und 1911 hier befindlichen Fort Muhl – einem früheren wesentlichen Teil der Selzstellung – aufzuspüren. Und alle anderen? Lassen sich das frische Lüftchen um die Nase wehen, spazieren gemütlich durch die Felder und genießen die Ausicht…

#55 der «111 Orte in Mainz, die man gesehen haben muss», Emons Verlag, Köln

9. Der Strandpfad – wo einst das Wasser rauschte

11 Tipps für euren Sommer

Yep, das Meer ist eine Ecke weg, von Mainz. Und trotzdem gibt es ihn: Einen Strandpfad mitten in den Weinbergen! Aber ja! Schießlich war der im rheinhessischen Eckelsheim gelegene Steigerberg einst eine der Küste vorgelagerte Insel im Mainzer Becken. Ist zwar nur schlappe 30 Millionen Jahre her – aber mit etwas Phantasie lässt sich noch heute das Küstenpanorama jener Zeit erahnen. Der rund 1, 6 km lange Strandpfad der Sinne führt mitten durch die Rebhügel und verläuft dabei hinauf auf die einstige Insel. Tafeln vermitteln faszinierende Aspekte aus der Erdgeschichte und der Küstenabschnitt selbst wurde mit allen Sinnen erlebbar machen. Ein schöner Sommerausflug nach Rheinhessen also!

#27 der «111 Orte in Rheinhessen, die man gesehen haben muss», Emons Verlag, Köln

10. brunnen in der Stadt – kleine, große Erfrischungen

«Immer dem Wasser nach» lautet das Motto bei diesem individuell nach Lust und Laune zu gestaltenden Spaziergangs durch die Mainzer City. Wir haben das große Glück, dass der Rhein an unserer Stadt vorüber fließt. Aber auch über 70 Brunnen sprudeln hier im Sommer, teils prominent und für jeden gut sichtbar, teils aber auch ganz versteckt. Es lohnt sich, die Augen aufzuhalten und die eine oder andere Entdeckung dann mit allen Sinnen zu genießen. Mein Lieblingsbrunnen befindet sich übrigens an der Grünen Brücke in der Mainzer Neustadt (Foto ganz links). Ein bisschen versteckt liegt er. Und rauscht, dass man sich fühlt, als sei man mitten im Wald und stünde vor einem (echten) Wasserfall. So einfach kann Erholung mitten in der Stadt sein.

«Brunnenspaziergang» u.a. auch auf www.mainz.de

11. Wein im Untergrund – hinab in die Mainzer (Wein-)Keller

Jetzt im Sommer ist endlich auch mal Zeit, die eher unbekannten Ecken einer Stadt zu entdecken: «Achtung Kopf!» heißt es damit nicht nur einmal, wenn wir am 8. August zu einem Wein-Walk der besonderen Art aufbrechen… Viele Stufen geht es den schmalen Abstieg hinunter. Ein Weinkeller mitten in der Mainzer Neustadt? Was für Verwunderung sorgt, war zur Entstehung des Stadtteils um die vorletzte Jahrhundertwende selbstverständlich. Als die  Neustadt auf dem  Gartenfeld entstand, haben Weinhändler ihre Häuser gleich mit den entsprechenden Gewölbekellern erbaut. Das unterirdische Gewölbe in der Adam-Karrillon-Str.  wurde wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgeführt. Und ist damit perfekt als Auftakt unseres WeinWalk SummerSpecial am 8. August. Denn angenehm kühl ist es den ganzen Sommer über, in den alten Mainzer Gewölben.  Weiter geht es von hier an diesem besonderen Abend zu zwei weiteren Kellern. Und wie bei einem Mainzer Wein-Walk üblich, werden wir überall zur Verkostung besonderer Weine und den dazu passenden Häppchen erwartet.

Online-Buchung und mehr Infos hier auf der Webseite

 

Das sind meine 11 Ideen für euren Sommer in Mainz

Und ihr? Habt ihr vielleicht auch Tipps für uns, wie man den «Sommer in Mainz mal anders» verbringen kann? Wir freuen uns, wenn ihr sie uns hier verratet!

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