Foto © Stefanie Jung Best-of-Mainz

Mainz wie es grünt und blüht – Natur erleben rund um die Stadt

Gärten, Grüngürtel und Parks, aber auch manchmal versteckte kleine grüne Oasen, machen die Landeshauptstadt besonders lebenswert. Diese Beschreibung nimmt Sie mit auf eine Radtour durch grüne Kleinode in Mainz. Die beschriebenen Orte sind alle auf einmal am besten per Fahrrad zu erleben. Es lohnt aber , einzelne Stationen auszuwählen und mit Muße länger darin zu verweilen.

Eine besondere Empfehlung ist der Besuch des Botanischen Gartens innerhalb der Johannes Gutenberg-Universität. Die Anfahrt ist gut mit dem Bus, Haltestelle Universität, möglich. Nach dem Besuch des Gartengeländes bietet sich die Fortsetzung der nachfolgend beschriebenen Tour mit dem melonengelben Mietrad von MVGmeinRad an.

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In den Botanischen Garten auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gelangen wir von der Bushaltestelle „Universität“ aus durch die Albert-Schweitzer-Straße. Gegenüber des Hauptfriedhofs befindet sich die Einfahrt. Wir spazieren in den Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg. Nach wenigen Metern ist rechts das Alpinum mit Pflanzen aus Gebirgsregionen zu sehen. Zum Eingang geht es die Bepflanzung entlang rechts durch den Johannes-von-Müller-Weg und wieder rechts, in die Dietrich-Gresemund-Straße.

Gehölze und Pflanzen aus den Alpen, Pyrenäen und Himalaya

Eine kleine niedere Eingangstür eröffnet uns den Weg in eine eigene kleine Welt. Gehölze und wärmeliebende Pflanzen sind im Alpinum zu bewundern. Außerdem mediterrane und orientalische Pflanzen, die sich wie der Granatapfel oder die Chinesische Dattel auf der Südseite des künstlich angelegten Hangs wohl fühlen.

Zurück im Bentzel-Weg geht es weiter in das Campus-Gelände hinein und an der nur nach Süden geöffneten Biologischen Abteilung vorbei. An drei Seiten von Gebäuden umgeben, findet sich hier ein breites Spektrum an Kletterpflanzen. Außerdem gibt es einen Heil- und Giftpflanzengarten sowie Wasserpflanzen zu sehen.

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Am Fußgängerüberweg folgt man dem Schild „Botanischer Garten“. In Höhe des Instituts für spezielle Botanik geht es links zu den Gewächshäusern. Im Sukkulentenhaus werden die Pflanzen der Trockengebiete präsentiert. Im Tropenhaus haben Pflanzen aus den feuchtheißen Regionen der Kontinente eine Heimat. Hinter dem Nutzpflanzenhaus fühlen sich im Insektivorenbeet die fleischfressenden Pflanzen  wohl.

Vorbei an Schaubeeten mit Zierpflanzen fasziniert auch ein Rundgang durch den mit rund 30.000 Quadratmetern größten Teilbereich des Botanischen Gartens, das Arboretum. Geografisch gegliedert sind in der größten Abteilung des Botanischen Gartens über 1.000 Bäume und Sträucher aus gemäßigten Klimazonen Nordamerikas und Ostasiens. Auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität bestehen nun zwei Möglichkeiten, Räder zu mieten: An der Station Uni/Muschel sowie an der Station Uni/Mensa.

Vom Botanischen Garten in den Hauptfriedhof

Unser nächstes Ziel ist der Mainzer Hauptfriedhof. Nach Verlassen des Geländes der Johannes-Gutenberg-Universität durch den schon bekannten Bentzel-Weg wird die Albert-Schweitzer-Straße überquert. Ein Stück entlang der Friedhofsmauer, geht es nach wenigen Metern links in den Mainzer Hauptfriedhof. Hier müssen die Fahrräder allerdings geschoben werden.  Der individuell zu gestaltende Rundweg durch den  seit über 200 Jahren bestehenden Mainzer Hauptfriedhof führt über alleeartige Friedhofswege und vorbei an eindrucksvollen Grabmälern, markanten Gruften sowie prächtigen Grabhäusern. Der im Jahr 1803 unter dem französischen Präfekten Jeanbon Baron de St. André eingerichtete Friedhof gilt als Abbild der Geschichte der Stadt Mainz.

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Mit einer Fläche von fast zwei Quadratkilometern handelt es sich um die größte Begräbnisstätte in Mainz. Inmitten der prächtigen Baumlandschaft haben auch bekannte Persönlichkeiten, Politiker, Geistliche und Wissenschaftler ihre letzte Ruhe gefunden. Auf der unteren Seite des Hauptfriedhofes geht es aus dem Friedhof auf die „Untere Zahlbacher Straße“ hinaus. Der Weg führt rechts und an dem sich in unmittelbarer Nachbarschaft südlich anschließenden jüdischen Friedhof vorüber. Im Jahr 1881 errichtet, fällt besonders die im orientalischen Stil von Stadtbaumeister Eduard Kreyßig im selben Jahr aufwendig erbaute jüdische Trauerhalle ins Auge.

Grüne Erholungszone im Universitätsklinikum

Über den Fußgängerüberweg die Untere Zahlbacher Straße überqueren und rechts halten. Nach wenigen Metern geht es links durch die Eupener Straße in die Lindenschmitstraße und von hier aus links leicht ansteigend auf das Gelände der Universitätsmedizin. Wer das Rad zwischenparken oder die Tour hier beenden will, hat die Möglichkeit die MVGmeinRad-Station Universitätsmedizin Süd zu nutzen.

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Erholsamer Mittelpunkt des zwischen den Jahren 1911 und 1914 im Pavillonstil erbauten früheren städtischen Krankenhauses ist die zentrale Gartenanlage zwischen den Gebäuden 302 und 303. Vier Wege führen auf den großen, von einem ovalen Weg umrahmten Brunnen zu. Sitzbänke zwischen den akkurat gestutzten Eibenbüschen und eine gepflegte Rasenanlage machen die kleine Grünanlage zu einer beliebten Erholungszone inmitten des Krankenhausalltags.

Über den Helmholtzweg hinweg geht es nun durch den Haupteingang des Klinikums hinaus, in Richtung Grüngürtel. Die stark befahrene Langenbeckstraße wird überquert und die Route führt über den Augustusplatz, an der Zahn-Mund-Kieferklinik vorüber zu der Straße am Römerlager.

Eine Radtour durch den Grüngürtel

Von hier aus gelangt man unmittelbar in ein besonders grünes Stück Mainz, den sogenannten Grüngürtel. Entstanden durch Erdaufschüttungen im Verlauf der früheren Festungsumwallung, ziehen sich die heute verkehrsberuhigten Anlagen vom Hauptbahnhof bis zum Stadtpark. Parallel zum Römerwall geht es über schattige Parkwege und nach Überquerung des Fichteplatzes in die Fortsetzung des Grüngürtels, den Drususwall.

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Rechts und links der verkehrstechnisch stillgelegten kleinen Straße bieten außer dem Spielgelände „Planschbecken“, schön gestaltete Anlagen einen hohen Naherholungswert im Grüngürtel. Gepflegte Rasenflächen und von geschwungenen Parkwegen durchzogene Spiel- und Liegewiesen machen die grüne Lunge der Landeshauptstadt auch zu einem attraktiven Wohnort.

auf rund 9.500 Quadratmetern etwa 7.500 Pflanzen.

Aus der Parkanlage Drususwall geht es in die von Villen gesäumte Straße Drususwall, über die Salvatorstraße in die Straße Am Rosengarten. Unter Platanen und an gepflegten Vorgärten vorüber gelangt man in den  Rosengarten. Angelegt wurde er, als im Jahr 1925 der Verein deutscher Rosenfreunde in Mainz tagte. Anlässlich der Jubiläumsschau des Vereins wurde er im Jahr 1935 umgestaltet und vergrößert.

Den Ursprung des Stadtparks bildete eine terrassierte Parkanlage, die der von Kurfürst Lothar Franz von Schönborn errichteten Sommerresidenz „Favorite“ den exklusiven Rahmen gab. Das Lustschloss fiel ebenso wie die in barockem Stil gestalteten Parkanlagen den Zerstörungen während der Belagerung von Mainz im Jahr 1792 zum Opfer.

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Gepflegte Spazierwege und eine Terrasse, die den Blick auf die gegenüberliegende Mündung des Mains in den Rhein ermöglicht, lassen die Anlage jedoch auch heute wieder einen Tipp wert sein. Vorbei an dem Schützenbrunnen, der an das im Jahr 1894 in Mainz stattgefundene elfte Deutsche Bundesschießen erinnert, gelangt man zum Tiergehege mit dem früheren Direktorenwohnhaus. Zur Rückgabe der Fahrräder empfiehlt sich die MVGmeinRad-Station „Favorite-Parkhotel“.

Für Familien mit Kindern empfiehlt sich auch ein Besuch der Vogelhäuser im oberen Teil des Stadtparks. Und natürlich ein Abstecher in den sich an den Stadtpark anschließenden Volkspark. Große Spielflächen mit Klettergeräten und Wasserspielen, eine Roll- und Skaterbahn, ein Parkbähnchen sowie eine Minigolfanlage lassen keine Langeweile aufkommen.   

Strecken-Infos

Strecke: mit Steigungen Länge: ca. acht Kilometer
Routenverlauf:
Startpunkt:    MVGmeinRad-Station Uni/Muschel oder Uni/Mensa
möglicher Zwischenhalt entlang der Strecke:   MVGmeinRad-Station Hildegardis-Krankenhaus
Zielpunkt:      MVGmeinRad-Station Favorite-Parkhotel

Mit dem ÖPNV zur MVGmeinRad-Station: Haltestelle Universität, Bus Linien 6, 45, 54-58, 64, 65, 68, 69, 75, 90, 91, 650
Rückfahrt: Haltestelle Stadtpark, Bus Linien 60, 61, 64, 65, 90, 92

Best of Mainz-Empfehlungen entlang der StreckeR

Einkehr
Baron Uni
Johann-Joachim-Becherweg 3, 55128 Mainz Tel. 06131/385850, www.baron-mainz.de Öffnungszeiten Mo – Fr 11.30 – 14.30 Uhr, 17 – 22 Uhr, Sa 12 – 22 Uhr
Anfahrt: Haltestelle Universität, Bus Linien 6, 45, 54-58, 64, 65, 68, 69, 75, 90, 91, 650

Favorite Biergarten im Stadtpark Karl-Weiser-Str. 1 55131 Mainz Tel. 06131/80150, www.favorite-mainz.de Öffnungszeiten (von Mai – September) Mo – Fr ab 16 Uhr, Sa ab 12 Uhr, So- und Feiertage ab 11 Uhr
Anfahrt Haltestelle Stadtpark, Bus Linien 60, 61, 64, 65, 90, 92

Grünzonen
Der Botanische Garten
Anselm-Franz-von-Benzel-Weg 9 a+b, 55099 Mainz
Tel. 06131/3922251, Internet: www.botgarten.uni-mainz.de
Öffnungszeiten: ganzjährig
Freiland von 7.30–18 Uhr, Gewächshäuser 7.30–15.30 Uhr, freitags bis 13 Uhr
Haltestelle Universität, Bus Linien 6, 45, 54-58, 64, 65, 68, 69, 75, 90, 91, 650

Der Mainzer Hauptfriedhof
Zugang über die Albert-Schweitzer-Straße oder Untere Zahlbacher Straße empfohlen
Öffnungszeiten: in der Regel ab 8 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
Anfahrt: Haltestelle Universität, Bus Linien 6, 45, 54-58, 64, 65, 68, 69, 75, 90, 91, 650 oder
Haltestelle Hauptfriedhof/Blindenzentrum oder Römersteine/Hildegardiskrankenhaus Bahn Linie 52

Grünanlagen Universitätsmedizin
Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität
Langenbeckstraße 1 55131 Mainz
Tel.: 06131/17-0, Internet: www.klinik.uni-mainz.de
Öffnungszeiten: täglich
Anfahrt: Haltestelle Universitätsmedizin, Buslinien 62, 63, 67, 71, 76, 652 , 660

Wallanlagen/Grüngürtel Oberstadt Drususwall
Öffnungszeiten: täglich
Anfahrt Haltestelle Fichteplatz, Buslinien 62, 63, 67, 76, 652, 660 oder
Haltestelle Am Gautor, Straßenbahnlinien 50, 51, 52

Stadtpark
Öffnungszeiten: täglich
Anfahrt Haltestelle Favorite Parkhotel, Buslinien 60, 61 oder
Haltestelle Stadtpark, Buslinien 60, 61, 64, 65, 90 und 92

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Dieser Beitrag ist entstanden in Kooperation zwischen Best of Mainz und MVGmeinRad.

 

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